
Trotz der geplanten zahlreichen Freizeiteinrichtungen am Zwenkauer See wird der weitaus größte Teil der landseitigen Flächen des Sees der Natur vorbehalten bleiben. So nehmen die Freizeiteinrichtungen am Nordufer als Sondergebiete ausgewiesen sind, lediglich eine Fläche von ca. 37 ha, d.h. ca. 7 % der überplanten Bereiche des Nordufers ein. 83 % der Flächen werden hingegen Wald, Bereiche für naturschutzrechtlichen Ausgleich sowie andere Grünflächen bilden.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem westlichen sowie dem südöst-lichen Ufer des Sees zu. Bereits der Braunkohlenplan Zwenkau-Cospuden enthält die Zielstellung, mit der Schaffung naturnaher Bereiche am westlichen Ufer einen großräumigen Landschaftsverbund zwischen dem südlichen Leipziger Auwald, dem Zwenkauer See, der Elsteraue und dem Eichholz westlich von Zwenkau zu schaffen. Damit soll an die naturräumlichen Verhältnisse angeknüpft werden, welche vor Beginn der Abbau-tätigkeit für den Braunkohlentagebau bestanden ( Geschichte des Verbandsgebietes). Im südöstlichen Bereich sind umfangreiche Sukzessionsflächen vorgesehen, d.h. hier wird die Entwicklung der Landschaft ganz der Natur überlassen. Diese Bereiche haben ein besonderes Potential zur Herausbildung von Lebensräumen seltener Arten.
Auch große Bereiche der Wasserflächen sollen der Natur vorbehalten bleiben und für intensive Wassersport- und Badenutzungen Tabu sein. So sieht der Masterplan für den Zwenkauer See besonders am nordwestlichen, östlichen und südöstlichen Ufer des Sees naturnahe Bereiche mit Flachwasserzonen und Inseln vor.