
Der Zweckverband plant den Bau eines Kanals zwischen dem Südzipfel des Cospudener und dem Zwenkauer See. Dieser kurze Kanaldurchstich ist eines der Schlüsselprojekte des künftigen Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland. Ziel ist es, eine durchgehende Verbindung zu Wasser zwischen dem Leipziger Zentrum und dem Zwenkauer See zu schaffen und damit das Neuseenland auch per Boot erlebbar zu machen.
Da der Wasserstand des Zwenkauer Sees mit 113,50 m üNHN höher ist als der des Cospudener Sees (110,00 m üNHN), muss zur Überbrückung dieser Höhendifferenz eine Schleuse gebaut werden. Zudem ist die Errichtung eines Hochwassertores notwendig, weil der Zwenkauer See in besonderen Hochwasserfällen um 2 m aufgestaut werden soll.
| Länge: | 800 m |
|---|---|
| Breite (Fahrrinne): | 9 m |
| Befahrbar für: |
Fahrgastschiff, LeipzigBoot, Segelboot, Kanu, Paddel- und Freizeitboot |
| Max. Schleusungen/Tag: | 30 |
| Schleusungswasservolumen: | rd. 930 m³ |
In den letzten Jahre wurde das Thema Wasserqualität breit diskutiert und war ein Grund für den verzögerten Fortgang auch des Kanalprojektes. Nunmehr liegt das Ergebnis des Gutachtens zur Wasserqualität des Cospudener Sees vor, in dem es heißt:
„Sowohl aus der Sicht der hydrochemischen Beschaffenheitsent-wicklung [...] als auch der Trophieprognose ist der Bau einer technisch aufwendigeren Sparschleuse nicht zwingend erforderlich. Die Unterschiede, die durch die unterschiedlichen Schleusungsvarianten langfristig nach den Prognosen zu erwarten sind, waren gering.“
Angesichts dieses Ergebnises können die Planungen für das Vorhaben nun zügig weitergeführt werden. Technische Besonder-heiten wie Sparbecken zur Minimierung des Wasseraustausches sind damit nicht mehr notwendig, was sich kostenreduzierend auswirkt.