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Kanalverbund Cospudener - Zwenkauer See

Ziel


Kanalverbund - Vorzugsvariante (pdf, 472 KB; Quelle: LMBV)

Der Zweckverband plant den Bau eines Kanals zwischen dem Südzipfel des Cospudener und dem Zwenkauer See. Dieser kurze Kanaldurchstich ist eines der Schlüsselprojekte des künftigen Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland. Ziel ist es, eine durchgehende Verbindung zu Wasser zwischen dem Leipziger Zentrum und dem Zwenkauer See zu schaffen und damit das Neuseenland auch per Boot erlebbar zu machen.

Bauwerke

Da der Wasserstand des Zwenkauer Sees mit 113,50 m üNHN höher ist als der des Cospudener Sees (110,00 m üNHN), muss zur Überbrückung dieser Höhendifferenz eine Schleuse gebaut werden. Zudem ist die Errichtung eines Hochwassertores notwendig, weil der Zwenkauer See in besonderen Hochwasserfällen um 2 m aufgestaut werden soll.

Vorzugsvariante

Die Vorplanung für den Kanal wurde im Auftrag der LMBV bereits abgeschlossen. Unter den fünf untersuchten Trassenverläufen hat sich der Zweckverband für nebenstehende Variante 4 als Vorzugs-variante ausgesprochen. Diese stellt die kostenmäßig und touris-tisch attraktivste Lösung dar. Bei dieser Variante soll die Schleuse in Nähe des Cospudener Sees gebaut werden. Dadurch sind geringere Geländeeinschnitte und damit geringere Eingriffe in die Landschaft notwendig, als wenn das Schleusenbauwerk im Bereich des Zwenkauer Sees gebaut werden würde. Besondere bauliche Herausforderungen stellen die Unterquerung der Brücke der A 38 und der Baugrund dar.


Daten zur Vorzugsvariante:

Länge: 800 m
Breite (Fahrrinne): 9 m
Befahrbar für: Fahrgastschiff, LeipzigBoot, Segelboot, Kanu, Paddel- und Freizeitboot
Max. Schleusungen/Tag: 30
Schleusungswasservolumen: rd. 930 m³

Gutachten zur Wasserqualität


Infotafel zum Kanal am Südzipfel des Cospudener Sees

In den letzten Jahre wurde das Thema Wasserqualität breit diskutiert und war ein Grund für den verzögerten Fortgang auch des Kanalprojektes. Nunmehr liegt das Ergebnis des Gutachtens zur Wasserqualität des Cospudener Sees vor, in dem es heißt:

„Sowohl aus der Sicht der hydrochemischen Beschaffenheitsent-wicklung [...] als auch der Trophieprognose ist der Bau einer technisch aufwendigeren Sparschleuse nicht zwingend erforderlich. Die Unterschiede, die durch die unterschiedlichen Schleusungsvarianten langfristig nach den Prognosen zu erwarten sind, waren gering.“

Angesichts dieses Ergebnises können die Planungen für das Vorhaben nun zügig weitergeführt werden. Technische Besonder-heiten wie Sparbecken zur Minimierung des Wasseraustausches sind damit nicht mehr notwendig, was sich kostenreduzierend auswirkt.



(Copyright: DENK AI, LMBV)

Weitere Verfahrensschritte

Zwischenzeitlich ist von der LMBV die Entwurfsplanung für das Bauvorhaben in Auftrag gegeben und die technischen Parameter werden im Detail geprüft. Die Planung für den Kanal wird im Rahmen eines eigenständigen wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens fertigzustellen sein.


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letzte Änderung: 06.07.2011